Zum Welttierschutztag: „Gemeinsam gegen Katzenleid“
Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Mit nur einer Minute Zeit kann an diesem Tag jeder ein Zeichen für Straßenkatzen setzen. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Katzenleid“ ruft der Deutsche Tierschutzbund bundesweit dazu auf, sich an der Aktion „1 Minute für Straßenkatzen“ zu beteiligen.
Immer mehr Straßenkatzen, immer mehr Leid
Alle Straßenkatzen in Deutschland stammen ursprünglich von Katzen aus Privathaushalten ab, die nicht kastriert wurden. Viele von ihnen sind krank, verletzt oder unterernährt, zahlreiche Kitten überleben die ersten Lebensmonate nicht. Gleichzeitig stellt die stetig wachsende Zahl der Straßenkatzen die Tierheime vor enorme Herausforderungen.
Dabei sei das Leid vermeidbar, wie Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, klarstellt: „Millionen Straßenkatzen leiden, obwohl wir das Elend verhindern könnten. Was fehlt, ist nicht das Wissen um die Lösung, sondern der politische Wille, zu handeln. Wir wollen deshalb gemeinsam mit vielen Tierfreunden die Bundesregierung auffordern, endlich eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten auf den Weg zu bringen.“
Eine Minute für Straßenkatzen
Mit der Aktion „1 Minute für Straßenkatzen“ zum Welttierschutztag zeigt der Deutsche Tierschutzbund nun, wie einfach jeder selbst aktiv werden kann. Wer mitmachen möchte, kann beispielsweise einen vorbereiteten Beitrag oder ein Bild in den sozialen Medien teilen, politische Accounts markieren und die Forderung nach einer bundesweiten Kastrationspflicht so sichtbar machen.
„Eine Minute reicht, um die eigene Stimme zu erheben und gemeinsam mit vielen anderen ein deutliches Zeichen zu setzen“, so Schröder. „Je mehr Menschen mitmachen, desto lauter wird unsere gemeinsame Stimme für die Straßenkatzen – und desto stärker unser Signal an die Politik.“ Auf der Aktionsseite „1 Minute für Straßenkatzen“ gibt es alle Infos sowie jede Menge Anregungen, wie jeder sich beteiligen kann.
Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich seit Langem gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen für mehr Katzenschutz ein. Erst Anfang September hatten sich der Deutsche Tierschutzbund, alle Landestierschutzverbände und insgesamt 775 Tierschutzvereine mit einem Brandbrief an die Bundesregierung gewandt, damit diese endlich eine bundesweite Kastrationspflicht umsetzt. Der Verband machte die Forderung auch im Berliner Stadtbild sichtbar: Am Brandenburger Tor, am Reichstagsgebäude und an weiteren politischen Gebäuden und Wahrzeichen waren Projektionen mit dem Appell „Bundesweite Kastrationspflicht jetzt!“ zu sehen.
Woher kommt der Welttierschutztag?
Der Welttierschutztag geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, den Schutzpatron der Tiere, der am 4. Oktober 1228 heiliggesprochen wurde. Jährlich nutzen Tierschützer den Tag, um auf das Leid der Tiere, das durch den Menschen verursacht wird, aufmerksam zu machen. Der Deutsche Tierschutzbund stellt den Aktionstag in jedem Jahr unter ein aktuelles Motto, in diesem Jahr „Gemeinsam gegen Katzenleid“.