Eine Chance für Rehkitze

Rehkitzrettung
Dieses Rehkitz wurde vor den Mähmaschinen gerettet. (Copyright: Wir retten Rehkitze e.V.)

Ein- bis zweimal pro Jahr werden Wiesen und Felder gemäht. Der Zeitpunkt hängt dabei von den Gräsern und Kräutern ab; üblicherweise geht es ab Mai los. Für Rehkitze und andere Wildtiere beginnt nun eine lebensgefährliche Zeit, wie der Deutsche Tierschutzbund e.V. in einer Pressemeldung mitteilt. Die Jungtiere verharren bei Gefahr instinktiv im hohen Gras und sind den Mähwerken somit schutzlos ausgeliefert.

Der Deutsche Tierschutzbund ruft daher dringend zur Unterstützung auf: Für die wichtige Arbeit der Rehkitzrettung werden Wärmebilddrohnen sowie engagierte Helfende benötigt. „Die Rehkitzrettung ist gelebter Tierschutz und stets ein Wettlauf gegen die Zeit“, erklärt James Brückner, Leiter des Wildtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Ohne moderne Technik wie Drohnen mit Wärmebildkameras und ohne engagierte, geschulte Helferinnen und Helfer sind viele Jungtiere nicht zu retten.“

Equipment und Helfer gesucht

So konnten in den vergangenen Jahren dank des Einsatzes ehrenamtlicher Teams tausende Rehkitze und viele andere Tiere vor einem grausamen Tod bewahrt werden. Doch der Bedarf wächst: Immer mehr Flächen müssen kontrolliert werden, während gleichzeitig vielerorts das nötige Equipment fehlt. Hochwertige Drohnen sind kostenintensiv, Ausbildung und Koordination der Helfenden erfordern zusätzliche Ressourcen.

Der Tierschutzbund appelliert deshalb an die Öffentlichkeit, Rehkitzrettungen durch Geldspenden für Drohnen und Ausrüstung oder durch aktive Mitarbeit in lokalen Rettungsteams zu unterstützen. Informationen zur Rehkitzrettung und zu Unterstützungsmöglichkeiten finden Interessierte bei regionalen Rehkitzrettungsinitiativen, z.B. auf der Website von Wir retten Rehkitze e.V.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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