Versuchstierzahlen 2016 nach Bundesländern

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Ende 2017 wurden die Versuchstierzahlen für das Vorjahr veröffentlicht, nun ist auch die Aufteilung nach Bundesländern bekannt. Trauriger Spitzenreiter ist Baden-Württemberg.

In Deutschland müssen immer noch unzählige Tiere in grausamen Versuchen leiden und sterben. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes, der diesbezügliche Informationen beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) angefragt hat, wurden 2016 fast 3 Millionen Tiere in Tiertest „verbraucht“. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein erneuter Anstieg. Allen voran wurden in den Versuchen Nager (79 Prozent) und Fische (12 Prozent) verwendet. Aber auch 3.976 Hunde, 2.418 Affen und 766 Katzen kamen zum Einsatz. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, fordert von der Politik eine baldige Ausstiegsstrategie: „Statt Absichtserklärungen braucht es endlich eine grundsätzliche Strategie, um Tierversuche deutlich einzudämmen und letztendlich vollständig zu ersetzen“. Auch die Bundesländer sollten sich dafür entsprechend stark machen.“

Höchster „Verbrauch“ in Baden-Württemberg
Wie bereits im Jahr zuvor, ist das Land Baden-Württemberg auch 2016 wieder trauriger Spitzenreiter im „Verbrauch“ an Versuchstieren zu wissenschaftlichen Zwecken - 480.902 Tiere wurden dort in Versuchen eingesetzt, so der Deutsche Tierschutzbund. Der Verband nennt als darauf folgende Länder Nordrhein-Westfalen mit 470.376 Tieren und Bayern mit 387.316 Tieren. Fast die Hälfte aller zu wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tiere würde in diesen drei Bundesländern eingesetzt. Umgerechnet auf den „Pro-Kopf-Verbrauch“ liege Hamburg an der Spitze, gefolgt von Berlin. Auffällig sei auch Schleswig-Holstein: Im Vergleich zum Vorjahr 2015 sei die Anzahl der Tiere dort um 46 Prozent angestiegen – auf insgesamt 81.263Tiere.

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